Ausland: Punkten mit dem Auslandsaufenthalt

Frau mit ErdkugelHeutzutage gehört der Auslandsaufenthalt praktisch zum Studium dazu. Aber wann bringt er wirklich Pluspunkte für den Lebenslauf?

Viele Arbeitgeber setzen bei Bewerbern für Einstiegsjobs mittlerweile einen Auslandsaufenthalt voraus. Die verhandlungssichere Beherrschung fremder Sprachen, insbesondere der Englischen, sowie die Fähigkeit, interkulturelle Kompetenzen ins Berufsleben einzubringen, werden heutzutage als Standard gefordert. Erste Stimmen behaupten jedoch, dass Auslandsjahre fürs Berufsleben sogar schädlich sein können. Inzwischen ist auch in den Vorstandsetagen bekannt, dass Work-und-Travel-Aufenthalte  einer monatelangen Party gleichen können.

In Australien und den USA ist die Wahrscheinlichkeit hoch jede Stunde einen Deutschen zu treffen. Auch wenn mit einem Auslandsaufenthalt Pluspunkte für den eigenen CV gesammelt werden können, zum Beispiel für das Erlernen der fremden Sprache, nützt dies noch lange nicht dem späteren Arbeitgeber: Dieser benötigt schließlich Mitarbeiter, die vor allem in Business-Englisch versiert sind.

Ein Auslandssemester oder sogar ein komplettes Studium im Ausland sind daher wesentlich empfehlenswerter als ein Work-and-Travel-Trip. Schließlich lernt der Jurastudent in London z.B. auch die juristischen Fachbegriffe und das fremde Rechtssystem kennen. Wer ein Auslandsstudium finanzieren muß, sollte sich im Vorhinein über die Kosten klar werden. Zusätzlich zu  höheren Lebenshaltungskosten und den Kosten für Studienbücher & Co. fallen auch noch Semestergebühren an. In England, den USA oder auch Australien können diese im Jahr schnell einen hohen fünfstelligen Betrag ausmachen. Da es nicht einfach ist, Nebenjobs im Ausland zu bekommen, empfiehlt sich die Prüfung geeigneter Studienkredite, die wie z.B. Bildungsfonds auch ein Auslandsstudium oder einzelne Auslandssemester  weltweit finanzieren. Einen Vorteil besitzt das Auslandsjahr aber auf jeden Fall: Durch das Auf-sich-allein-gestellt-sein können Street Cleverness und selbstständiges Arbeiten erlernt werden. Dies ist für den Arbeitgeber von heute von hoher Wichtigkeit. Neben dem Erlernen der Sprache ist die Beherrschung von interkulturellen Soft Skills nämlich ebenso wichtig. Ein Auslandsaufenthalt ist für das berufliche Weiterkommen also nach wie vor empfehlenswert. Auch wenn man nicht mit jedem Sprachreisen oder Work-and-Travel Aufenthalt automatisch beim potentiellen späteren Arbeitgeber glänzen kann, sondern einbisschen mehr überzeugen muß.