Ausland: Fit für China?

Durch die wachsende Bedeutung Chinas in politischer und insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht, erweitert ein Auslandsaufenthalt im Reich der Mitte nicht nur den kulturellen Horizont beträchtlich, sondern kann auch für den späteren Berufseinstieg sehr hilfreich sein.

So ist es kein Wunder, dass China bei deutschen Studenten immer beliebter wird. Das Beherrschen der Sprache ist zwar hilfreich, aber besonders in Ballungszentren keineswegs mehr zwingend, um einen erfolgreichen Aufenthalt zu garantieren. Weiterhin sprechen die Lebenshaltungskosten das Studentenbudget sehr an (wobei sich Peking und Shanghai aber schon eher an westlichen Preisen orientieren).

China ist in kultureller und geschäftlicher Hinsicht eine interessante Herausforderung. Es muss auch nicht immer Peking oder Shanghai sein, so bietet sich beispielsweise ein Studien- oder Praktikumsaufenthalt in der alten deutschen Kolonie Qingdao an. Diese Millionenstadt am Gelben Meer wurde erst kürzlich zur lebenswertesten Stadt in Festland-China gewählt und vereint das alte und neue China auf einzigartige Weise.

Entscheidet man sich für einen Studienaufenthalt, so wird man auf ein sehr verschultes System stoßen. Anwesenheitspflicht und Frontalunterricht sind (noch) nahezu überall anzutreffen, jedoch werden nach und nach modernere Unterrichtsmethoden eingeführt. Die Strukturierung erfolgt nach dem Bachelor-Master Prinzip. Die Ausstattung variiert je nach Hochschule bzw. Provinz, jedoch trifft man vor allem in großen Städten auf gut ausgestattete Hochschulen. Das Erlernen der Sprache stellt natürlich einen besonderen Reiz dar und sollte an jeder Hochschule möglich sein.

Ein Praktikum im Reich der Mitte ist ebenfalls eine spannende Angelegenheit. Internationale wie auch nationale Unternehmen bieten spannende Arbeitsinhalte und ein intensives Eintauchen in die chinesische Geschäftskultur. Oft ist es nicht einfach, ein Praktikum von Deutschland aus zu organisieren. Hier bietet sich die Unterstützung lokal ansässiger internationaler Agenturen wie z.B. InternChina (http://www.internchina.org/) an, die qualifizierte und bezahlte (!) Stellen vermitteln können und Ansprechpartner bei Problemen sind. Es ist lohnenswert, sich im Vorfeld einen Vergleich über Preise und Leistungen dieser Agenturen zu verschaffen. Über diese Agenturen sollte man auch sog. Homestays buchen können, also die Möglichkeit einer Unterkunft bei einer chinesischen Familie. Oft kann man das Praktikum auch mit einem Sprachkurs kombinieren.