Studieren in Luxemburg – Luxus in kleinem Land

Ein Auslandsstudium in Luxemburg liegt nicht mehr in weiter Ferne: wer gerne mal in einem Großherzogtum lernen will, der kann nun hoffen. Nach 30 Jahren Diskussion wurde im Jahre 2003 die Uni Luxemburg gegründet. Auf einer 120 Hektar großen ehemaligen Industriefläche wird immer noch an Gebäuden zur Forschung gebaut: eine Wissenschaftsstadt mit zwanzig Gebäuden für Lehre und Forschung entsteht derzeit. Beherbergt soll ab September das Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (http://wwwen.uni.lu/lcsb), kurz LCSB, werden.

Auch andere Fakultäten sind in Luxemburg seit mittlerweile 8 Jahren vertreten: Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation; Recht, Wirtschaft und Finanzen; Geistes- und Erziehungswissenschaften. Die noch so junge Universität mit einem Budget von knapp einhundert Millionen Euro verzeichnet steigende Studentenzahlen, was erstens an den mit zweihundert Euro pro Semester eher niedrigen Studiengebühren liegt und zweitens an ihrer gelebten Internationalität. Denn die Hälfte der 5.000 Studenten kommt aus dem Ausland, für luxemburgische Studenten ist wiederum ein Auslandsjahr Pflicht.

Noch wird an der Universität gebaut. Auf der Industriefläche in einem alten Stahlwerk sind noch eine Menge Gebäude in Planung: in der Wissenschaftsstadt entsteht ein Haus des Lebens (Biologie), ein Haus der Zahlen (Mathematik), je zwei Häuser für Umwelt- und Materialforschung und vieles mehr. Grund genug, sich ein Auslandssemester im flächenkleinsten Staat der Erde vorzumerken: es wird studentisch wie architektonisch viel zu sehen und zu lernen geben in der Universität, die aus dem Nichts entstand.