US-Schulden wirken sich auf Studienkredite aus

Die Studienfinanzierung in den USA ist stark vom aktuellen US-Schuldenkompromiss betroffen. Staatliche Subventionen für Studienkredite werden radikal gekürzt.

Die US-Regierung hat als Teil des Schuldenkompromisses beschlossen, zukünftig weniger Mittel für die Studienfinanzierung bereitzustellen. So sollen die Zinssubventionen für Master- und Teilzeitstudierende wegfallen. Außerdem sollen Vergünstigungen bei konstanter Rückzahlung gestrichen werden, so dass es sich zukünftig weniger lohnen könnte, zuverlässig seinen Studienkredit zu bedienen.

Diese Maßnahmen könnten aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Denn bislang wurden erst Maßnahmen zur Reduktion der Staatsausgaben in Höhe von 1 Billion Dollar festgelegt. Der Kongress soll bis November weitere Ansatzpunkte und Maßnahmen identifizieren, mit denen zusätzlich nochmal 1,5 Billionen Dollar einspart werden können. Da ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch weitere staatliche Studienfinanzierungshilfen in den USA dem Abbau der Staatsverschuldung zum Opfer fallen. Der typische US-Student verlässt die Uni übrigens mit 24.000 Dollar Schulden (ca. 17.000 Euro); viele Absolventen ziehen nach dem Studium aus Kostengründen wieder bei den Eltern ein. Die Situation in den USA könnte ein erster ‚Vorgeschmack‘ auch für Studierende in Europa sein. Denn auch hier hat die Staatsverschuldung längst schwindelerregende Höhen erreicht und krasse Einsparungsmaßnahmen werden nicht mehr so lange auf sich warten lassen.