Balance zwischen Studium und Nebenjob

Studium mit dem Nebenjob finanzierenZeit ist kostbar. Wie viel davon man idealerweise fürs Studium und wie viel für den studentischen Nebenjob aufwenden sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Wie bekommt man beides in eine gute Balance?

Eine in Juni und Juli 2011 durchgeführte Umfrage unter Studierenden an 60 deutschen Hochschulen hat gezeigt, dass ein Nebenjob die zweit wichtigste Finanzierungsquelle für das Studium darstellt. Somit bezahlen ca. 32 % der heutigen Studenten ihr Studium vom eigenen Geld, welches  in der Freizeit nach oder zwischen den Vorlesungen dazu verdient wird (gemäß den Angaben aus Statista.de).

Die Bank für Sozialwirtschaft hat festgestellt, dass ungefähr 80% der Studierenden regelmäßig einem Nebenjob nachgehen. Einige ausschließlich für ihren persönlichen Nutzen, andere mit dem Ziel,  ihren Eltern die finanzielle Last der studienbedingten Kosten abzunehmen.

Bei der Auswahl einer Nebentätigkeit bleibt der folgende Faktor als unentbehrlich relevant – die Fähigkeit, die Zeit fürs Studium sowie für das Geldverdienen vernünftig aufzuteilen – ein allgemein bekanntes Zeitmanagement.  Jeder Managementeinsatz fängt mit dem Aufbau der Prioritäten an. Im  Studium soll natürlich primär die Basis für die zukünftige erfolgreiche Karriere gelegt werden. Dementsprechend muß der Nebenjob eigentlich hinsichtlich der investierten Zeit dem Stundenplan an der Universität untergeordnet werden. In den teuren Studentenhochburgen, wird den Studierenden allerdings oftmal viel Zeit für den Studentenjob abverlangt.  Für das Nacharbeiten zu hause oder in der Bibliothek bleibt oftmals gar keine Zeit mehr. Kurz vor den Prüfungen geraten Studierende, die sehr viel nebenher arbeiten spätestens mächtig unter Druck. Der Interessenskonflikt zwischen Geldverdienen und einem guten Studienschluss ist groß.

Um den studentischen Nebenjob an den Semesterplan anzupassen und sich genügend Freiraum fürs Selbststudium zu lassen,  erscheint ein Nebenjob mit festen und regelmäßigen Arbeitsstunden günstiger für Studierende. Also dritte wichtige Komponente muss man allerdings beachten, dass sich von Semester zu Semester die Anzahl an Studenten, die für einen Nebenjob verwendet werden können, verändert. Je nach Semester Pensum bleibt mal mehr, mal weniger Zeit und noch dazu an verschiedenen Tagen. Es kann daher sehr nützlich sein,  einen Zeitplan für sich und den Arbeitgeber  zu erstellen, wo die möglichen Arbeitsstunden je Wochentag eingetragen werden. Selbstverständlich sollte dieser Plan halbjährlich oder vor den Semesterferien aktualisiert werden.

Um langfristig gesundheitlich fit und leistungsfähig zu bleiben, sollte man jedoch nicht den Fehler machen, jede freie Stunde mit Arbeiten oder Lernen zu verplanen. Ein wenig Luft für Freizeit Aktivitäten wie Hobbies, Sport oder Freunde Treffen sollte in jedem Fall bleiben, um wieder Energie zu tanken.  Die Multitasking Fähigkeiten vieler Studierender ist wirklich bewundernswert, dennoch sollte man einem frühzeitigen Burn out entgegenwirken.  Um die herausfordernden Aufgaben im Einstiegsjob nach dem Studium bestmöglich meistern zu können, brauchen Young Professionals schließlich auch noch jede Menge Kraft, Nerven und Kreativität.

Dieser Gastbeitrag wurde freundlicherweise vom Jobportal www.jooble.de zur Verfügung gestellt.