Jobstart: Das Gehalt selbst bestimmen

Sparschwein küssenZum Berufsstart nach dem Studium das Gehalt selbst festzulegen, ist keine Vision, sondern kann Wirklichkeit sein. Erste Pilotprojekte sind erfolgreich gestartet.

Vorgemacht hat es schon in den 1990er Jahren ein Brasilianer, und die Idee ist mittlerweile auch in Europa angekommen: potentieller neue Mitarbeiter werden im Bewerbungsgespräch nicht nur gefragt, was sie gerne verdienen würden. Nein, sie können es selbst bestimmen. Besonders wichtig ist dabei allerdings, dass man sich möglichst realistisch einstuft und verantwortungsvoll und mit der nötigen Sensibilität mit der Gehaltsfrage umgeht. Gelingt dies, so sind Arbeitgeber tatsächlich bereit, das gewünschte Gehalt zu zahlen. Da bereits viele Unternehmen Testprojekte dazu gestartet haben,  gibt es bereits Studien zur individuellen Gehaltseinstufung durch den Mitarbeiter selbst. Und diese zeigen eindeutig, dass Mitarbeiter, die mit ihrer Bezahlung zufrieden sind, mehr Leistung bringen und dem Unternehmen daher einen sehr hohen Nutzen bringen.
Auch während der Tätigkeit kann das Gehalt verändert werden. Es kann nicht nur steigen, sondern auch verringert werden. Es herrscht Fairness, es wird über Geld gesprochen, und so kommt es vor, dass Mitarbeiter nach einer Rücksprache mit mindestens zwei Kollegen zu dem Schluss kommen, dass das derzeit gezahlte Gehalt nicht fair ist und verringert werden sollte.
Eine weitere Variante ist der Einheitslohn für alle Mitarbeiter, über den gemeinsam entschieden wird. Dies geschieht häufig auf der Basis der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Auch eine an den Umsatz gekoppelte Gehaltszahlung wird immer beliebter. Sie motiviert zu mehr Leistung und damit auch zu einer guten Bilanz des Unternehmens. Wenn der Mitarbeiter sein Gehalt mitbestimmen kann, hat dies Vorteile, egal, wie die Mitbestimmung aussieht.

Man sollte also im Jobinterview stets auch auf die Frage der eigenen Gehaltsvorstellungen gut vorbereitet sein, denn wer weiß, vielleicht hat man doch mehr Einfluss auf die Höhe des Einstiegsgehalts als gedacht.

  • Quelle