Bewerbung: Verkaufen in eigener Sache

junge frau mit bewerbungsmappeFür die Bewerbung gibt es kein Patentrezept, außer, dem Personaler möglichst viel an positiven Attributen anzubieten und sein Knowhow gut in Szene zu setzen. Warum dies gerade im Jobinterview gut geht?

Vor dem  Start ins Berufsleben steht die Bewerbungsphase ins Haus. Ganz egal, wie gut man im Studium abgeschnitten hat, hier geht es um viel mehr als die fachliche Qualifikation. Erfolg mit der Bewerbung ist vor allem eine Frage der Flexibilität und der Fähigkeit, sich selbst gut darzustellen.  Jede Formulierung schriftlich wie mündlich sollte daher vorab gut überlegt sein.
Personaler legen heutzutage einen sehr großen Wert auf ein gutes Anschreiben und einen aussagekräftigen Lebenslauf. Hierbei darf keine Möglichkeit versäumt werden, sich interessant zu machen: Neben den persönlichen Daten, zu denen etwa die Schul- und Studienabschlüsse zählen, sollten auch Auslandsaufenthalte, Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten und weitere Praxis-Projekte Erwähnung finden, die einst absolviert wurden. Entscheidend ist,  dass der Bewerber soweit wie möglich von der Standardbewerbung abweicht, sich selbst in ein ansprechendes Licht rückt und dafür sorgt, dass der adressierte Personalchef vielleicht mehr erfahren möchte.

Läuft  alles gut, so folgt bald die Einladung zum Bewerbungsgespräch.  Gerade diese Situation kann für beide Seiten aber sehr schwierig sein, denn die Standard –Bewerbungsfragen kennt jeder smarte Bewerber natürlich vorab schon bestens.  Die Lebensläufe gleichen sich auch immer mehr an. Die Bewerbermasse wird  gleichförmiger.   Oftmals  gehen Personaler daher dazu über, den Bewerber die Fragen stellen zu lassen oder sich rein auf die persönlichen Wellenläge zu konzentrieren. Hier lohnt es sich in jedem Fall, selbst die Initiative zu ergreifen und die eigene Praxiserfahrung sowie das erworbene Fachwissen unter Beweis zu stellen. Schlagfertige Antworten, Kreativität und eine Prise Humor schaden dabei nicht. Vermieden werden sollte es allerdings, sich allzu sehr auszuliefern, alle Schwächen preiszugeben oder das nötige Interesse an der Arbeitsstelle fehlen zu lassen. Oberstes Gebot ist jedoch eine gewisse Flexibilität, spontan auf die Anforderungen des potentiellen Arbeitgebers einzugehen und diese geschickt mit den eigenen Qualitäten in Verbindung zubringen, selbst wenn diese nicht hundertprozentig passen. Eine Bewerbung ist nämlich stets eine Verkaufssituation. Man ist also immer gefragt, sein Wissen bedarfsorientiert zu präsentieren. Der Lebenslauf gleicht dabei quasi einer Menükarte, aus der der potentielle neue Arbeitgeber sich beliebig einen Strauß voller Fähigkeiten zusammenstellen kann, die für die vakante Einstiegsposition relevant sind. Gerade das Bewerbungsgespräch bietet daher die beste Möglichkeit, alles Nötige über die Anforderungen im ausgeschriebenen Job zu erfahren und den Personaler dazu gezielt durch den eigenen Lebenslauf zu führen.

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