Studie: Bore-out im Job macht kreativ

Wegweiser - Burnout BoreoutNach dem Jobstart ist die Enttäuschung unter Hochschulabsolventen oftmals groß:  zu eintönig gestaltet sich der Alltag im Job. Unterforderung kann indes aber auch ihre positiven Seiten haben, wie eine Studie zeigt.

Oftmals zeigt sich erst nach dem Einstieg ins Berufsleben, wie umfangreich und anspruchsvoll die Aufgaben im ersten Job als Young Professional wirklich sein werden. Während die einen sofort mit ganzer Power gefragt sind und Gefahr laufen, nach wenigen Monaten einen Burn-out zu erleiden, passiert anderen das genaue Gegenteil. Sie fühlen sich unterfordert und empfinden dies als sehr negativ und besorgniserregend.

Eine Studie hat jedoch ergeben, dass die Unterforderung im Job nicht nur lästig sein muss. Sie gehört bei vielen Tätigkeiten dazu. Etwa wenn ermüdende Telefonate geführt, Statistiken ausgewertet oder ähnlich eintönige Aufgaben bewältigt werden müssen. Den Ergebnissen zufolge nutzen viele Betroffene diese Phasen aber unbewusst für kleinere Tagträume. Diese wiederum wirken entspannend und regen sogar die Kreativität an. Wer direkt im Anschluss zu Höchstleistungen auflaufen muss, schafft das meist deutlich besser als  Mitarbeiter, die zuvor bereits motiviert ihrer Arbeit nachgingen. Gelangweilte Teilnehmer der Studie erzielten somit bessere Resultate, wenn sie nachfolgend bei kreativen Fragestellungen zurate gezogen wurden.

Doch ist die Unterforderung nicht immer positiv zu sehen. Vor allem sollte man nicht dauerhaft unausgelastet sein, denn dies erhöht die Anfälligkeit für Abhängigkeiten.  Der anhaltende Frust kann in Alkoholproblemen oder dem übermäßigen Genuß von  Schokolade oder ähnlichem mehr enden. Sicher keine Erfolgsfaktoren für die eigene berufliche Zukunft.  Wichtig ist also eine gesunde Balance zwischen  der Erledigung von Aufgaben, die das Potenzial des Arbeitnehmers ausschöpfen und ihn in seiner Entwicklung fördern, und der Möglichkeit zur Entspannung. Entspannt bringt man schließlich immer noch die beste Leistung und offenbar auch die kreativste noch dazu.

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