Portal für Forschungs-Frauen

Nur rund 12% der höchstdotierten Professuren in Deutschland sind weiblich besetzt. Auch Gremien, und Kommissionen, die über Forschungspreise, Berufungen und Fördergelder entscheiden sind weiterhin fest in Männerhand – in Politik und Wissenschaft ist man sich jedoch einig, dass die geringe Zahl weiblicher Führungskräfte ein brachliegendes Potential bedeutet. Mit Academia.net soll nun frischer Wind in die Wissenschaft einziehen: exzellente Akademikerinnen können sich hier profilieren und so schneller qualifizierte Jobs in Wissenschaft und Forschung finden. Im Gegenzug haben Arbeitgebern die Möglichkeit, schnell sehr gute und geeignete wissenschaftliche Top Talente zu finden. Auch Journalisten und Konferenzorganisatoren auf der Suche nach ausgewiesenen Expertinnen können hier fündig werden und hochgebildete Frauen ins verdiente Licht rücken.

Die Aufnahmekriterien für zukünftige Absolventinnen und Studentinnen sind zahlreich: hervorragende wissenschaftliche Qualifikationen wie Publikationen, Preise und Anerkennungen etc., der selbständige Erwerb von Drittmitteln sowie die Anzahl an Einladungen zu Fachvorträgen und vieles mehr. Bereits etablierte Wissenschaftlerinnen können sich dabei an Trägerinnen des Leibniz-Preises, eines Max-Planck-Forschungspreises, Mitgliedschaft im Hauptausschuss oder Senat der großen Forschungsorganisationen, Mitgliedschaft in einer der nationalen Akademien, ERC Advanced-Grant-Empfängerinnen, Leiterinnen einer Forschungsabteilung in der freien Wirtschaft oder die Max-Planck-Direktorinnen orientieren. Nachwuchswissenschaftlerinnen sollten den Trägerinnen eines Sofia-Kovalevskaja-Preises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, ERC Early-Grant-Empfängerinnen, Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiterinnen, Liebig-Stipendiatinnen im fortgeschrittenen Stadium, Max-Planck-Nachwuchsgruppenleiterinnen, sowie Lichtenberg-Professorinnen der Volkswagenstiftung, EMBO Young-Investigators-Awardees oder Mitglieder der Jungen Akademie der Leopoldina und der BBAW nacheifern.

Überdies sollte die angehende AcademiaNet-Kandidatin eine eigene Forschungsgruppe leiten und über ein klar erkennbares, wissenschaftliches Profil verfügen. Unterstützend wirken z.B. Gastprofessuren, Auslandsaufenthalte, Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere oder eine Lehrtätigkeit.

Wichtig dabei: eine Selbstbewerbung auf dem Portal ist nicht möglich. Zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und Wirtschaft wählt AcademiaNet die entsprechenden Kandidatinnen aus, die Kandidatin entscheidet dann erst nach der Nominierung über ihre Teilnahme am Portal.

Eine hervorragende Idee, um die akademisch hochgebildete Frau besser zu vernetzen und eine gute Anregung für angehende Wissenschaftlerinnen!