Karriere: Bad Boys werden reicher

Wer seine Kollegen als nützliche Ressourcen sieht und weniger als Mensch, die Ellbogen weit ausgefahren hat und in Meetings grundsätzlich andere tot redet, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Chefposten erlangen. Der nette Kollege von nebenan hingegen wird grundsätzlich weniger verdienen. Timothy Judge von der Notre Dame Universität hat eine Studie mit insgesamt 4.000 Teilnehmern durchgeführt und genau diesen Eindruck bestätigt: Chef wird nur, wer zu gut Deutsch ein ‚Mistkerl‘ ist. Je verträglicher ein Individuum jedoch ist, desto weniger wird es verdienen, denn das Danebenbenehmen wird nicht etwas als sozialer Fauxpas gehandelt, sondern im Gegenteil: als Zielstrebigkeit.

Einzig Frauen können auf Stutenbissigkeit verzichten: ihr Gehalt würde dadurch maximal um 2.200 Euro steigen, und damit verdienen sie immer noch deutlich weniger als nette männliche Chefs. Nett sein lohnt sich aber irgendwie trotzdem, denn irgendwer muss ja das Team auch bei Laune halten. Wer trotzdem ein bisschen für den nächsten Karrieresprung trainieren will, dem liefert die Comedy Serie Stromberg sicher die passenden Anregungen.