Arbeitgeber der Zukunft

Fachkräftemangel, rückläufige Bevölkerungszahlen – da können Hochschulabsolventen einiges von ihrem Einstiegsjob erwarten. Welche Unternehmen besonders innovativ sind und was sie jungen Absolventen bieten…

Neue Absolventen wollen heute nicht mehr „vor allem eines“, sondern vieles: flache Hierarchien, kreatives Arbeiten, Freiheit und eine gelungene Work-Life-Balance. Tatsächlich bieten einige große Firmen diese Arbeitsvoraussetzungen und können sich dementsprechend nicht über Bewerbermangel beklagen.

Zu den Großen zählt auch die Firma EA Games: hier werden die hauseigenen Spiele durchaus auch während der Arbeitszeit getestet und zwar von allen Mitarbeitern, inklusive Chef. Die Deutsche Bahn wiederum nutzt Social Networks wie Facebook, um eine Art Internet Speeddating zu veranstalten: Bewerber können hier in 8 Minuten vorstellig werden, bei Gefallen auf beiden Seiten wird dann ein persönliches Treffen vereinbart. Auch sogenannte Zukunftskonferenzen sind in diesem Unternehmen Standard, hier werden Pläne und Ideen verhandelt – und in internen Chatrooms kann der Nachwuchs dem Vorstand Löcher in den Bauch fragen.

Der Konzern Henkel wiederum setzt auf Familienfreundlichkeit: flexible Arbeitszeiten und eine bald fertig gestellte interne Kita bieten jungen Akademikern eine Langzeitperspektive. Auch, wenn beim Jobeinstieg vielleicht noch keine eigenen Kinder geplant oder unterwegs sind, hält der Arbeitgeber so langfristig gute Arbeitnehmer bei der Stange, denn niemand muss wegen einer Änderung im privaten Bereich gleich seinen kompletten Berufsweg umstellen.

Wer keine derartigen Möglichkeiten bietet, steigt in der Gunst der Bewerber ab. Starre Arbeitszeiten, Absitzen der Anwesenheitspflicht statt Honorierung von Arbeitsqualität, Schichtarbeit ohne Wochenendentlohnung oder stupide Büroarbeit locken kaum noch wen hinterm Ofen hervor.

Die Balance finden zwischen Arbeit und Leben, das ist die Zukunft der Unternehmen. Schritt für Schritt wird das auch in Deutschland erreicht. Junge Hochschulabsolventen können sich also auf gute Arbeitsbedingungen freuen.