Bewerbung: Gehaltsvorstellung

Für Praktikum wie Berufseinstieg sollte man sich Gedanken zum Wunschgehalt machen. Denn mit der Frage nach den Gehaltsvorstellungen wird man schneller konfrontiert als einem vielleicht lieb ist. Oftmals soll im Bewerbungsschreiben  schon eine erste Antwort geliefert werden…

Studierende wie Absolventen durchlaufen eine spannende und aufregende Zeit, wenn es um die Bewerbungsphase um Praktika oder Einstiegsjob geht. Noch bevor es richtig mit dem Arbeiten losgehen kann, muß man sich schon gut verkaufen – auch in der Frage des Entlohnung. Viele Arbeitgeber erwarten in der Bewerbung meist schon eine Gehaltsvorstellung. Da man vor dem Jobeinstieg meist wenig Erfahrungen und Wissen über die Gehälter hat, sollte man sich gründlich informieren. Dabei können Wirtschafts- und Tageszeitungen helfen sowie verschiedenen Unternehmen wie beispielsweise Kienbaum oder die Hays-Group, welche sich auf dieses Themenfeld spezialisiert haben. Ebenfalls kann man sich im Internet über die verschiedenen Gehälter und Gehaltsgruppen informieren, um einen Eindruck über die Verdienstspannen zu bekommen. Viele Unternehmen haben außerdem Tarifverträge oder orientieren sich an bestehenden Verträgen, sodass diese ein Ansatzpunkt sein können.
In der Bewerbung wird meist das Bruttojahresgehalt angegeben. Absolventen sollten darauf achten, sich nicht zu billig zu verkaufen. Doch es ist auch ratsam, nicht zu hoch zu pokern, da man sonst eventuell die Chance auf die Stelle verlieren kann. Als beste Lösung bleibt folglich die Angabe einer Verdienstspanne wie zum Beispiel 45.000-50.000 Euro. Diese Spanne sollte jedoch realistisch gesetzt werden und zum jeweiligen Hochschulabschluss, dem Renommé der Hochschule und den Praxiserfahrungen, die in den Job eingebracht werden können, passen.  Schließlich hat man bei einem späteren Jobinterview dann die Möglichkeit, positive Aspekte, wie ein Praktikum oder andere berufliche wie ehrenamtliche Erfahrungen, zu erläutern. Ist der Arbeitgeber vom Bewerber und seinem Track Record, also den nachgewiesenen Leistungen, überzeugt, so sind der Spielraum und die Flexibilität beim Gehalt oft größer. Das Bewerbungsgespräch sollte also eher als eine Art Fine Tuning für die Gehaltsfrage genutzt werden. Aber bitte nicht direkt den potentiellen Arbeitgeber auf Geld ansprechen, sondern lieber abwarten, bis das Thema angerissen wird. Dennoch sollte natürlich das ganze Gespräch über immer wieder die eigenen Leistung und Motivation für den Job gut und klar verkauft werden.  Und immer daran denken, dass das erste Gehalt ein wichtiger Ausgangspunkt für die Karriere ist. Wer sich hier zu preiswert verkauft, der hat eventuell später Mühe, mit dem nächsten Karriereschritt wieder gehaltsmäßig aufzuholen.

Quelle

Tags: