Karrierechancen: Persönlichkeit sticht Intelligenz

Immer häufiger kommt es heute vor, dass hochintelligente Absolventen trotz bester Abschlussnoten keinen adäquaten Einstiegsjob finden. Oftmals ziehen sogar Absolventen mit wesentlich schlechteren Abschlüssen an ihnen vorbei und machen die große Karriere, während sie auf der Stelle treten. Mit Intelligenz allein ist es also in Sachen Karriere nicht getan. Dies bestätigt auch eine neue Studie von Ökonomen in den USA. Sie haben herausgefunden, dass Persönlichkeitsfaktoren wie z.B. ein extrovertiertes Wesen und Gewissenhaftigkeit typisch für eine Führungspersönlichkeit sind. Die Intelligenz wird dann nachgelagert erst wichtig und entscheidet, wie gut der Job gemacht wird. Der IQ eines Studierenden hingegen gibt zwar Aufschluss über die wahrscheinliche Leistungsstärke im Studium, nicht aber über das, was im späteren Berufsleben erreicht wird. Für die Gehaltsentwicklung ist offenbar die emotionale Stabilität als Persönlichkeits-Faktor besonders ausschlaggebend. Wer also ausgeglichen ist und eine positive Denkhaltung hat, ist klar im Vorteil. Die gewissenhafte Erledigung von Aufgaben erreicht gleich danach den zweiten Platz, denn diese ist vor allem zum Jobstart noch relevant und verliert mit der Zeit wieder an Gewicht. Die Offenheit für Erfahrungen kommt den Experten nach erst in den höheren Karrierestufen ins Spiel und wirkt sich positiv auf das Gehalt von Führungskräften aus. Wer also im Studium nicht zu den Besten zählt, kann also immer noch mit seiner Persönlichkeit im Kampf um die besten Jobs punkten.