Lebenslauf – die häufigsten Patzer

Für Praktikum wie Berufseinstieg soll die Bewerbung möglichst auf die gewünschte Stelle zugeschnitten sein. Einige Feinheiten im Lebenslauf entscheiden dabei offenbar stärker als gedacht, wer weiter im Rennen bleibt und die nächste Bewerbungsrunde schafft…

Laut einer Studie des Karriereportals Careerbuilder studieren Personaler den Lebenslauf eines Bewerbers im Durschnitt maximal eine Minute lang – manchmal bleibt sogar noch weniger Zeit. Wer hier nicht gleich in der ersten Runde durchs Raster fallen will, sollte also besser einige Punkte beachten. Es mag vielleicht überraschend klingen, aber für Personaler sind bei weitem nicht nur die Eckpunkte des Bewerberprofils wie z.B. das Studium an einer renommierten Hochschule, gute Leistungen oder der Nachweis von Auslandserfahrung relevant. In der k.o.-Liste stehen Formfehler wie Rechtschreibdreher oder Flüchtigkeitsfehler ganz weit oben. Zudem muß neben dem Anschreiben natürlich auch der Lebenslauf immer wieder individuell an die neue Stellenanzeige angepasst werden. Dies wird oftmals vernachlässigt, so dass Personaler ggf. nicht gezielt mit den wirklich für die Stelle relevanten Erfahrungsnachweisen des Bewerbers versorgt werden. Genauso ungünstig kann hingegen ein zu ausführlicher Lebenslauf über mehr als zwei Seiten, der schlimmstenfalls auch noch lange Textblöcke enthält, sein. Hier ist jeder Bewerber selbst gefragt, das richtige Maß für die Darstellung seines persönlichen Knowhows zu finden und möglichst messbare Erfahrungen nachzuweisen.

Da immer mehr Unternehmen Software nutzen, um den Fit zwischen Anforderungsprofil für die vakante Position und den im Lebenslauf skizzierten Bewerber-Skills abzuprüfen, sollten die Fähigkeiten im Lebenslauf natürlich entsprechend griffig dargestellt werden. Schlagworte wie kommunikative Fähigkeiten, eigenverantwortliche Aufgabenbearbeitung, Lösungsorientierung, versierter Umgang mit Internet und dem unternehmensspezifischen Software-Einsatz (wie z.B. SAP etc.) sind hier sicher vorteilhaft. Zu plump hingegen wäre ein einfacher copy & paste des Anforderungsprofils aus der Stellenanzeige direkt in den Lebenslauf. Wer zu stark übertreibt oder sogar lügt, wird früher oder später auffliegen und unglaubwürdig erscheinen – eine baldige Aussortierung ist vorprogrammiert. Auch sind Personaler wenig an Entertainment mit Folien, schrägen Bewerbungsfotos, Links zu Videoclips u.ä. interessiert, denn die Zeit für die CV-Sichtung ist denkbar knapp. Je nach Branche ist maximal ein ‚Infotainment‘ gefragt. Mit wenig Empathie für die Branchengepflogenheiten sticht man sonst wohl ohne ‚Happy End‘ aus der Bewerbermasse heraus.

Gedanken machen sollte man sich nicht zuletzt über die anzugebenden Kontaktdaten. In der Bewerbungsphase wird das Unternehmen mehrfach per Email oder Telefon mit den Bewerbern in der engeren Wahl in Kontakt treten. Eine eher flapsige Emailadresse wie eine lustige Ansage auf der Mailbox mögen für die Kommunikation unter Kommilitonen ja ganz witzig sein, für die Bewerbung sind sie aber hinderlich. Denn dies wird schnell als unprofessionell gewertet.

Die durchdachte Gestaltung des Lebenslaufs lohnt sich also. Denn wer die häufigsten Fettnäpfchen schon einmal erfolgreich umschifft hat, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Chance, sich in einem persönlichen Interview zu präsentieren und den potentiellen neuen Arbeitgeber für Berufseinstieg oder Praktikum von sich zu überzeugen.

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