Soft Skills: Falsches Outfit bremst Karriere

Ganz klassisch in Hose und Jackett oder Blazer möchte nicht jeder jeden Tag im Büro sitzen. Oftmals halten es Firmen auch eher casual, was den Mitarbeitern auf den ersten Blick viel Freiraum bei der Wahl der Bürokleidung lässt. Psychologen haben jetzt jedoch herausgefunden, dass man sich mit zu viel nackter Haut schnell ins Abseits manövriert. Je ‚nackter‘ ein Mitarbeiter  oder eine  Mitarbeiterin wahrgenommen wird, desto eher unterstellt man ihnen emotionale Schwäche bzw. mangelnde Selbstkontrolle. Betrachter fühlen schnell das Bedürfnis, diese Personen  schützen zu wollen, da sie eher gefährdet sind, von anderen angegriffen, missbraucht oder verletzt zu werden als Hochzugeknöpfte.  Alt zu modisch gekleidete (Nachwuchs-) Führungskräfte wirken allein aufgrund ihrer knappen Kleidung schnell handlungsunfähig und damit inkompetent. Sie behindern ihre Karriere also vielleicht unbewusst selbst durch ihre Kleidung. Nicht ohne Grund unterliegen Politiker z.B. einer strengen Kleiderordnung. Das Outfit soll ihre Macht unterstreichen. Abgesehen davon, dass uns unsere Bundeskanzlerin im Cocktail-Mini nicht sonderlich gefallen würde, kann sie sich das jobtechnisch auch gar nicht leisten. Persönliche Stylisten sind längst nicht mehr nur bei Politikern, Prominenten oder hochrangigen Managern gefragt. Dem  Äußeren wird heute so ein hoher Wert beigemessen, dass auch Privatpersonen zunehmend auf fachmännische Unterstützung zurückgreifen. Wer sich als Berufsanfänger unsicher in der Kleiderwahl ist, der kann im ersten Schritt auch die Stilberater in großen Bekleidungshäusern nutzen. Zudem hilft vielleicht auch kritischer Blick in den Spiegel, bevor man die Wohnung verlässt und sich ins Büro begibt.