Bist Du noch Bewerber oder schon Freund?

Bei der Suche nach dem ersten Job im Anschluss an die Uni sind nach neuesten Erkenntnissen offenbar nicht allein die fachlichen Fähigkeiten wichtig: Sympathie ist eines der noch viel wichtigeren Zauberwörter, damit der Einstieg klappt.
Wer seine Bewerbung erfolgreich meistern und beim Kampf um einen Einstiegsjob die Mitbewerber ausstechen will, muss sich nicht nur um seine fachlichen Kenntnisse sorgen. So jedenfalls lassen sich die Ergebnisse einer Studie der  amerikanischen Northwestern University  interpretieren. Demzufolge stellen Arbeitgeber nämlich längst nicht immer den besten Kandidaten ein. Vielmehr suchen sie sich oft die Bewerber aus, die ihnen auch persönlich am sympathischsten sind.

Natürlich schließen beide Punkte sich nicht gegenseitig aus, auch kompetente Bewerber können zu best bodies werden. Allerdings haben die Forscher über einen Zeitraum von zwei Jahren etwa 120 Interviews mit Verantwortlichen geführt und dabei eine bemerkenswerte Feststellung gemacht: Abgesehen von den Grundfertigkeiten für den jeweiligen Job suchen Arbeitgeber ihren Ergebnissen zufolge vor allem nach neuen Angestellten, mit denen sie gerne befreundet wären oder sogar gerne eine Beziehung hätten. Das Resultat: Es werden nicht unbedingt die Kandidaten eingestellt, die besonders gut qualifiziert sind.

Für die Taktik im Bewerbungsgespräch hat das natürlich große Auswirkungen. Wenn Sympathie besonders gefragt ist, sollte man an diesem Soft Skill arbeiten und sich vor allem bei der Selbstdarstellung im Bewerbungsgespräch entsprechend gewinnend präsentieren können. Viele Absolventen haben das natürlich schon lange geahnt, schließlich sind auch Personalverantwortliche nur Menschen. Kandidaten, die neben den passenden Fähigkeiten für den Job auch eine sympathische Art haben und diese auch authentisch zum Ausdruck bringen können sind also gleich doppelt im Vorteil.