Kuriose Nachricht: Per Scheinbeziehung zum günstigen WG-Zimmer

Wer in Frankreich ein Zimmer in einer Studenten-WG sucht, der schaut nicht nur auf die Kosten, sondern vor allem auch, ob sich in der WG jemand für den Eintrag einer Lebenspartnerschaft finden läßt. Denn das bringt gutes Geld vom Staat…

In Frankreich werden Zimmer in Wohngemeinschaften tatsächlich nach anderen Kriterien vergeben als bei uns in Deutschland. Immer mehr Studierende suchen nach einem Mitbewohner, mit dem eine eingetragene Lebensgemeinschaft angemeldet werden kann, um monatlich pro Nase 120€ Mietzuschuss von der französischen Familienkasse abzugreifen. Vor allem in großen Städten leben immer mehr Studierende in eingetragenen Lebenspartnerschaften. Kontrolliert werden diese vom Staat scheinbar nur selten, so dass es nicht einmal auffällt, wenn eine Studentin mit einem schwulen Mitbewohner in einer Lebenspartnerschaft lebt bzw. wohl eher nur wohnt. Ursprünglich waren die Zuschüsse für die Gleichstellung von homosexuellen Paaren gedacht, die dieselben Rechte haben sollten wie heterosexuelle Ehepaare. Dies wurde im PACS, dem Pact Civil de Solidarité, 1998 beschlossen. Findige Studierende sind einfach auf den Zug aufgesprungen und kassieren fleißig ab. Denn das sogenannte ‚pacsen‘ hat sich zum reinsten Sport unter französischen Studenten entwickelt.