Seminar-Anwesenheitskontrolle per Scanner

Dem Pflichtbesuch im Medizin-Seminar wird an der Uni Mannheim jetzt ganz innovativ mit einer Chipkarte auf die Sprünge geholfen. Dumm für den Studenten, wenn das System noch nicht stabil läuft…

Die jüngsten beiden Generationen von Medizin-Studierenden an der Universität in Mannheim kämpfen derzeit mit der Technik. Um ihre Anwesenheit an den Pflichtseminaren besser kontrollieren zu können, setzt die Medizin Fakultät nämlich mittlerweile elektronische Scanner ein. Jeder Medizin-Studierende erhält dazu eine Chipkarte, mit der er sich beim betreten des Seminar-Raums kurz identifizieren und für die Seminar-Absolvierung eintragen kann. Hintergrund für den Einsatz der Scanner sind die Regelungen in der staatlichen Aprobationsordnung, wonach die Teilnahme an Seminaren verpflichtend für den angehenden Arzt von morgen ist.  Eigentlich sollte das neue System den Studierenden den Nachweis der Anwesenheit erleichtern. Doch offenbar wird die Karte des Öfteren zu hause vergessen oder aber die Präsenz wird falsch oder gar nicht verbucht. Anträge auf Korrektur der Anwesenheitszeiten reicht man natürlich weiterhin wie in der Steinzeit auf Papier ein. Außerdem empfiehlt es sich, jede Woche im System gegenzuprüfen, ob der Scanner auch wirklich alles richtig erfaßt hat. Das Ergebnis der Innovation ist in der Pilotphase offenbar eher ein höherer Zeitaufwand für die Medizin Studierenden. Denn  wenn das System eine zu geringe Anwesenheit ausweist, dann läuft man sogar Gefahr, durchzufallen. Dem dynamischen Mediziner von morgen wird also eines abverlangt in Sachen Technik. Alles Vorbereitung für den Ernstfall. Denn auch in Krankenhäusern ist mit Chipkarten-Systemen für die Zeiterfassung zu rechnen.  Gut, wenn man schon ab dem 1. Semester lernt, wie man damit umgeht.