Kuriose Nachricht: Wegen Prüfungsschwindel in den Knast

Während Studierende und Promovenden in Deutschland für Plagiate strafrechtliche Verfahren fürchten müssen, geht man anderswo schon fürs Spicken ins Gefängnis…

Japan hat zugegebenermaßen momentan andere Sorgen als Plagiatsaffären oder unrechtmäßig abgelegte Prüfungen. Dennoch zeigte sich das technikverliebte Land gerade erst von seiner harten Seite in Sachen Prüfung. So mußte ein junger Student üble Erfahrungen mit dem Spicken in einer Aufnahmeprüfung an der elitären Kyoto Universität machen. Er wird verdächtigt, während der Aufnahmeprüfung per Handy online Foren zu möglichen Lösungen für die Prüfungsfragen konsultiert zu haben. Dafür ist er direkt verhaftet und in ein Gefängnis gebracht worden. Nun drohen dem gerade mal Neunzehnjährigen bis zu 3 Jahre Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet über 4.000 Euro. Ob es wirklich zur Anklage kommen wird, ist derzeit jedoch noch offen. Der Vorfall wurde vor der schrecklichen Erdbeben Katastrophe heftig in den Medien diskutiert. Wann er nun wieder auf die Tagesordnung rücken wird ist fraglich. Auch an deutschen Hochschulen ist nach wie vor nicht hinreichend geklärt, wie in Prüfungssituation mit den online und mobil verfügbaren Medien verfahren werden kann. Wenn auch zum Glück mit nicht so weit reichenden Folgen wie im Fall des japanischen Schülers.