Apps: Dauererreichbarkeit im Studium

Die Generation neuer Smartphones macht´s möglich: Ab sofort sind wir nicht nur digital mobil, sondern auch jederzeit ständig erreichbar- und das auf allen Kanälen! Doch tut uns das eigentlich gut?

Die Errungenschaften der modernen Kommunikationstechnologien sind aus dem studentischen Alltag kaum noch wegzudenken. Angesichts aktueller Möglichkeiten aber wirken E-Mail und SMS fast schon wie ein Relikt aus der Steinzeit: Smartphone Dienste wie das wortwitzige “What´s App” erobern das Leben zahlreicher Studenten – oder sagen wir einmal: nahezu aller, deren Mobiltelefon mehr kann als Nachrichten und Anrufe empfangen.

Der Clou von Diensten wie “What´s App“  oder “iMessage”   für die Apple Gemeinde liegt gerade in der Dauererreichbarkeit, die sie ihren Nutzern versprechen. Wie bei Skype und Co. ist man hier eigentlich permanent online, sobald man sich einwählt – oder in diesem Fall: das Smartphone anschaltet. Das kann am Anfang ganz schön aufregend sein, zum Beispiel, weil man endlich nicht nur ständig alle Gedanken und Erlebnisse mitteilen kann, sondern auch unmittelbar Feedback erhält. Wenn nicht vom angeschriebenen Gegenüber, dann zumindest von der App selbst – die anzeigt, ob der- oder diejenige die Nachricht bereits erhalten und gelesen haben oder nicht.

Keine Frage: “What´s App” besitzt absolutes Suchtpotential, weil die Kommunikation mit diesem praktischen Tool einfach Spaß macht. Trotzdem gibt es einige Haken an der Sache, die man in jedem Fall berücksichtigen sollte: In der Vorlesung beispielsweise hat die App definitiv nichts zu suchen. Denn das Studium wird schließlich teuer bezahlt mit eigenem Nebenjob Engagement, dem Ersparten von Eltern und Verwandten oder sogar mit einem Studienkredit. Da sollte man lieber entsprechend präsent sein und sich nicht von jeder Minipost gleich ablenken lassen bzw. seinen Neugierde auf die Pausen zwischen den Vorlesungen beschränken. Auch außerhalb der Uni kommt das  Dauergepiepse und – Geschreibe nicht unbedingt so gut an. Die Grundregeln der Höflichkeit sollte man auch hier immer im Auge behalten. Ganz davon abgesehen, dass die Smartphone-Nutzung ordentlich ins Geld gehen kann – mit oder ohne App.