Stipendium-Rückzahlung bei Plagiat

Ein Promotionsstipendium richtet sich vor allem an Promovenden, die eine sehr forschungsintensive Arbeit verfolgen. Ihnen soll die volle Konzentration auf das Promotionsthema ermöglicht werden, ohne nebenbei noch Nebenjobs verfolgen zu müssen. Auf Schummeleien oder oberflächlich verfasste Arbeiten nur für einen schnellen Titelerwerb sind die Stiftungen folglich nicht gut zu sprechen. Denn die normalerweise von einer Stiftung ausgezahlte monatliche Unterstützung von bis zu 1.050 Euro muß ja nicht zurückgezahlt werden. Noch dazu setzen sich die Begabtenförderungswerke zum Ziel, die Loyalität und das gesellschaftliche Engagement der Stipendiaten mit Seminaren und vielem mehr zu stärken. Das Auffliegen von Plagiaten unter eigentlich so herausragenden Stipendiaten-Persönlichkeiten ist dann natürlich nicht akzeptabel für eine Stiftung. Kann sogar einen großen Imageschaden nach sich ziehen, so dass auch der Ruf anderer wirklich engagierter Stipendiaten derselben Stiftung beschädigt wird. Aufgrund der vielen prominenten Plagiatsvorfälle werden die Richtlinien der Stiftungen nun ab Oktober 2011 verschärft. Promotionsstipendiaten, denen ein Betrug beim Verfassen ihrer Doktorarbeit nachgewiesen wird, müssen das von der Stiftung im Rahmen des Stipendiums geschenkte Geld wieder  zurückzahlen. Bisher haben die einzelnen Stiftungen die Rückzahlungsfrage nicht einheitlich geregelt. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern aller 12 Begabtenförderungswerke soll nun für mehr Transparenz sorgen und einheitliche Regelungen determinieren.