Soft Skill Selbstmotivation

In Sachen Motivation gelten deutsche Arbeitnehmer offenbar als besonders vorbildlich. Doch laut einer Studie hängt die Selbstmotivation von zwei wichtigen Faktoren ab…

Ein hohes Engagement bringt man in der Regel nur ein, wenn man auch etwas dafür zurückbekommt. Das müssen nicht unbedingt monetäre Gegenleistungen wie ein sicheres Gehalt oder ein schicker Firmenwagen sein. Dauerhaft motiviert arbeiten wir vor allem dann, wenn wir auch als junge Berufseinsteiger eine entsprechende Anerkennung für unseren Einsatz sowie erforderliche Arbeitsmittel bekommen. So wünschen sich laut einer Studie z.B. 23% der befragten Arbeitnehmer in Deutschland mehr Unterstützung vom Unternehmen, um motiviert zu bleiben. Selbstmotivation kommt also nicht dauerhaft von alleine, sondern ist auch eine Frage des Umfelds. Entscheidenden Einfluss nehmen laut der Global Workforce Study 2012 hier das Management bzw. die Vorgesetzten  und die Work-Life-Balance. Wer dem Management nicht vertraut, der engagiert sich deutlich weniger für das Unternehmen. Neben dem Führungsstil und der Firmenphilosophie gehören hierzu auch flexible Arbeitszeitmodelle und die Gehaltspolitik. Engagierten Mitarbeitern ist nämlich nicht nur die  Höhe des eigenen Gehalts wichtig, sondern auch die Fairness im Vergleich zu Kollegen etc. Mitarbeiter, die dauerhaft für das Unternehmen brennen und alles geben, sind zudem nach einer Weile ausgelaugt. Die Leistungsträger wollen also auch entsprechende Möglichkeiten für Sabbaticals, kürzere Probezeiten, in denen sie sich beweisen müssen, o.ä. mehr sehen, so dass sie sich dem Leistungdruck zeitweilig wieder entziehen können, um neue Kraft zu tanken.

Bei der Jobwahl sollte man auch solche soften Kriterien mit einbeziehen und im Bewerbungsgespräch entsprechende Infos einholen. Denn wenn man sich nicht mit den strategischen Unternehmenszielen, den Werten und der Firmenpolitik identifizieren kann, tut man sich auf Dauer schwer mit der Selbstmotivation.  Kurzum, man burnt nicht genug für die Sache und scheidet schlimmstenfalls sogar vorzeitig wieder aus, weil man die Zielvorgaben verfehlt hat. Oder man verpasst anderweitig bessere Karrierechancen. Der potentielle Arbeitgeber darf vorab in den Jobinterviews genauso auf die Probe gestellt werden wie der Bewerber selbst.