Studentenmiete steigt nicht überall gleich stark

Studentenbuden sind in diesem Jahr knapper denn je dank doppelter Abiturjahrgänge und Wegfall der Wehrdienstpflicht. Kurz um, es wird nicht nur immer schwerer, eine Bleibe fürs Studium zu finden, sondern auch noch teurer als im Vorjahr. Dies bestätigt auch eine Studie von Savills Research, die Investoren vor allem die Finanzierung von neuen Studentenapartments in Städten wie Darmstadt, München oder Hamburg als äußerst lohnende Kapitalanlage empfiehlt, während sie sich u.a. von Braunschweig, Magdeburg, Halle, Duisburg und Siegen eher fernhalten sollen. Der Umkehrschluss: in letztgenannten Orten wird’s wohl auch weiterhin vergleichsweise günstigen Wohnraum geben! In Städten wie Hamburg oder München hingegen wird man wesentlich mehr Zeit in Nebenjobs stecken müssen, um die vergleichsweise hohen Lebenshaltungskosten bestreiten zu können. Zeit, die gerade im Bachelor-Studium voraussichtlich nicht übrig sein wird. Selbst die Studentenwerke erfüllen in den stark frequentierten Unistädten nicht einmal die durchschnittliche Versorgungsquote von 12% an Wohnheimplätzen. In Köln liegt die Quote nur bei 7%, in Hamburg sieht es mit 6% noch übler aus. Wer also nicht zu hause bei den Eltern wohnen will oder kann, der siedelt vielleicht doch besser erst für das Master-Studium in eine der Boom-Towns über, statt gleich schon zu Studienbeginn.