Was tun gegen Bummel-Professoren?

Mit der Benotung von Abschlussarbeiten lassen sich Dozenten oftmals so viel Zeit, dass Studierende die Einschreibung für die nächsten Kurse oder gar den Jobeinstieg verpassen. Soweit sollte es gar nicht erst kommen. Soziale Netzwerke können hier helfen….

Trotz Umstellung auf Bachelor und Master müssen sich vieler Orts die Studierenden lange gedulden, bis die Bewertung ihrer Abschlussarbeit oder der letzten Klausuren endlich vorliegt. Dabei sind Noten nicht ganz unwesentlich für die weitere studentische Laufbahn und potentielle Arbeitgeber legen ebenfalls Wert auf die Vollständigkeit der Leistungsnachweise. Was läßt sich also für eine möglichst zügige Benotung tun? Die Studienordnung der jeweiligen Hochschule legt die Zeitfenster für die Korrektur von Klausuren und Abschlussarbeiten zwar fest, werden die Noten nicht fristgerecht bekannt gegeben, so bringt dies aber keinerlei Sanktionen mit sich. Denn rein rechtlich handelt es sich nur um eine Absichtserklärung.

Wesentlich effektiver als das Herumreiten auf den Fristen erweist sich hier die Nutzung von Netzwerken und Social Media. So konnte eine Studentin bspw. über das Netzwerk StudiVZ gleich mehrere Kommilitonen finden, die ebenfalls schon zu lange auf die Benotung ihrer Abschlussarbeit beim selben Dozenten warten. Ein gemeinschaftlicher Brief konnte den Dozenten zu einer zeitnahen Korrektur der Arbeiten bewegen. Auch die Einbindung von Studentenvertretung und Fachschaft kann hilfreich sein. In jedem Fall gilt es jedoch, selbst aktiv zu werden und auch nach Abgabe der Arbeit einen engen Kontakt zum korrigierenden Dozenten zuhalten. Denn letztendlich ist der eigene Leidensdruck höher als die Bringschuld des Dozenten, der noch unzählige weitere Abschlussarbeiten und Dissertationen betreut.

Einige Hochschulen kommen den Studierenden nun entgegen und lassen sie vorübergehend  auch mit einer noch nicht benoteten Bachelor-Abschlussarbeit zum Master-Studium zu. Denn es hapert momentan noch zu sehr an der unzureichenden Personalstruktur für das Bachelor-Master-System und dem hohen Grad an Bürokratie in den Hochschulen.