Studie: Wen macht Geld glücklich?

Man sollte meinen, jeden macht Geld glücklich, aber Forscher haben nun herausgefunden, dass dem nicht unbedingt so ist…

Ob einem mehr Geld ein besseres Lebensgefühl beschert oder nicht, hängt offenbar von verschiedenen Faktoren ab. Alte Menschen sehen laut Allensbach Institut für Demoskopie zum Beispiel einen geringen Mehrwert in mehr verfügbarem Geld für ihr Glücksgefühl, während gerade die unter 30-jährigen mit einem größeren Geldbeutel glücklicher wären. Das leuchtet auch ein, denn Studierende haben bekanntlich noch ihr ganzes Leben vor sich. Im Wohnort-Vergleich zeigt sich, dass die Befragten in den neuen Bundesländern mit 59% wesentlich eher von einem höheren Glück durch mehr Einnahmen ausgehen als die Befragten in Westdeutschland (hier glauben nur 45%, dass mehr Geld glücklicher macht). Aber die Forscher gehen natürlich noch weiter. In den USA wurde kürzlich herausgefunden, dass die Zufriedenheit mit mehr Geld vor allem von der Persönlichkeit abhängt. Kurzum, vor allem Neurotiker reagieren stark auf Geld, im Positiven wie im Negativen. Haben sie plötzlich mehr Geld zur Verfügung, so steigert dies viel  stärker ihr Glücksgefühl als bei ausgeglichenen Menschen. Durchleben sie Verdiensteinbußen, so trifft es sie seelisch besonders hart. Denn psychisch instabile Menschen haben besonders an negativen Erlebnissen zu knabbern, sie haben schneller Angst und fühlen sich unsicher. Und sie verbringen zu viel Zeit damit, sich mit anderen zu vergleichen und sich an ihnen zu messen. Verdiensteinbußen führen so automatisch in eine Negativspirale auf ganzer Linie. Im ausgewerteten Datenmaterial aus Deutschland war übrigens der Neurotiker-Typ und seine Reaktion auf Geld am deutlichsten ausgeprägt.

Also lieber einbisschen mehr Augenmerk auf das eigene Leben richten, statt zu sehr auf andere zu schauen. Sonst zählen am Ende alle Bemühungen um beruflichen Erfolg nichts, nur weil der Nachbar das größere Auto fährt.